Breitbandversorgung

    Das schnelle Internet kommt voran: Die größten Siedlungsbereiche wurden in 2016 ausgebaut, die ländlich geprägten Stadtteile folgen bis Ende 2018.

    Durch die zunehmende Digitalisierung des Alltags wird eine gute Internetanbindung für die Unternehmen und Verwaltungen sowie die Bürgerinnen und Bürger immer wichtiger. Daher hat Bürgermeister Speckmann das Thema zur Chefsache gemacht. Doch der Ausbau ist durch die nötigen Erdarbeiten und die aufwändige Glasfasertechnik sehr teuer und rechnet sich für die Anbieter in den ländlicheren Bereichen nicht. Umso mehr begrüßen wir, dass in 2016 durch die Telekom und durch die Unity Media erhebliche eigenwirtschaftliche Investitionen in Borgholzhausen getätigt wurden.

    Die Telekom hat zahlreiche Kabelverteiler in weiten Teilen der Kernstadt, in Barnhausen und zuletzt auch am Bahnhof und in Westbarthausen mit Glasfaser ertüchtigt. Sie bietet dort über ihre Vectoring-Technologie nun Bandbreiten bis zu 100 Mbit an, durch geplante technische Weiterentwicklungen des Vectoring-Standards werden auf Dauer noch höhere Übertragungsraten möglich sein. Im sogenannten Nahbereich um den Hauptverteiler an der L 785 war das bis zum Herbst 2016 rechtlich nicht möglich, die Stadtverwaltung setzt sich nun auch hier für eine zeitnahe Umstellung der Technik ein. Ferner wurden die Grundstücke im Neubaugebiet Enkefeld und auch größere Einzelvorhaben direkt mit Glasfaser angebunden, und auch im 2. Bauabschnitt im Interkommunalen Gewerbegebiet Borgholzhausen/Versmold sind die nötigen Leerrohre mitverlegt worden. Die Unity Media hat ihr Kabelnetz rückkanalfähig gemacht und bietet seit Ende 2016 ihren Kunden in der Kernstadt und in Barnhausen sogar Bandbreiten bis 400 Mbit.

     Selbst wenn Kabelverteiler mit der Glasfasertechnik angebunden wurden, gehen von dort aus weiterhin Kupferkabel zu den einzelnen Haushalten, und physikalisch bedingt verlieren die mit jedem Meter an Durchleitungskapazität. Somit bleiben aktuell zahlreiche Haushalte in den ländlichen, durch Streubebauung und kleinere Siedlungen geprägten Teilen Borgholzhausens, unterversorgt (teilweise sogar unter 1 Mbit/Sek.), und auch die Funktechnik via LTE ist nicht überall gut verfügbar.

     Daher freut es uns sehr, dass wir unter Federführung der Infokom des Kreises Gütersloh gemeinsam mit vielen anderen Kommunen in das Breitbandförderprogramm von Bund und Land aufgenommen wurden. Alleine für Borgholzhausen wird für den nötigen Ausbau eine Deckungslücke und damit ein Zuschussbedarf von rund 2,3 Mio. EUR erwartet, wovon nun 50% vom Bund und 40% vom Land kommen - also rund 2 Mio. EUR! Die restlichen 10% wird die Stadt übernehmen. Gemäß den Förderbedingungen werden dann in allen Ortsteilen Borgholzhausens mindestens 95% der Haushalte mit 30 Mbit/Sek. und mindestens 85% der Haushalte mit 50 Mbit/Sek. versorgt. Das Ausschreibungsverfahren läuft, und die Vergabe im späten Frühjahr wird dann auch über die eingesetzte wirtschaftlichste Technologie entscheiden. Für die konkrete Umsetzung hat der Auftragnehmer dann maximal 18 Monate Zeit, also bis spätestens Ende 2018.