Aktionsbündnis freut sich auf Ankunft der Autobahn im Norden des Kreises

    Mitgliederversammlung des Pro-A33-Vereins gut besucht. 

    Halle Westfalen. 24. März 2017. Große Vorfreude bei den Mitgliedern des Aktionsbündnisses A33 sofort: Ende dieses Jahres soll der A33-Abschnitt von Ummeln bis Künsebeck für den Verkehr freigegeben werden. Ende 2018 soll die A33 schon bis zum Haller Südkreuz reichen, 2019 der Lückenschluss vollendet sein.

    „Es läuft derzeit besser, als wir jemals erwarten konnten“, formulierte Landrat Sven-Georg Adenauer als Vorsitzender des Aktionsbündnisses ein Lob an die Ingenieure und Bauarbeiter, die gerade an der Trasse schaffen. Adenauer bedankte sich für die gute und konstruktive Zusammenarbeit bei den Verantwortlichen von Straßen.NRW, die Mittwochabend einen aktuellen Statusbericht abgaben.

    Laut Andreas Meyer und Sylke Tech liegen die Bauarbeiten voll im Zeitplan, teilweise sogar davor. Die Überführung der L782 über die Autobahntrasse am Haller Südkreuz ist freigegeben. Auch die große Postweg-Grünbrücke steht kurz vor der Vollendung. Die Erdarbeiten für die Trasse sind schon auf ganzer Strecke zu erkennen. Zwischen dem Schnatweg in Künsebeck und der L782 in Bokel läuft bereits der Streckenbau. „Pro Tag“, so Andreas Meyer, „werden im Abschnitt 7.1 rund 600.000 Euro verbaut.“ Ende des Jahres soll die Eröffnung des Abschnitts 6 (vom Bielefelder Südkreuz bis zur Haller Südumgehung im Ravenna Park) das nächste große Ereignis sein. Einen Termin dafür gibt es jedoch bislang nicht.

    Die Tatsache, dass es beim Autobahnbau so reibungslos läuft hat auch eine Kehrseite. Dazu stellvertretender Schatzmeister Jürgen Keil vom Aktionsbündnis: „Wir verlieren gerade mehr Mitglieder als wir gewinnen.“ Das könnte daran liegen, dass viele, die anfangs erbost für die A33 aufgetreten sind, jetzt einen weiteren Einsatz für nicht mehr notwendig erachten. „Wir halten diese Einschätzung für falsch“, sagte Bündnisvorsitzender Adenauer. Er forderte alle Befürworter auf, dem Verein auch weiterhin den Rücken zu stärken: „Unsere Arbeit ist erst getan, wenn der Verkehr in der einstigen A33-Lücke rollt.“ Der Vorstand wird sich aufmachen, auch für die Arbeit der letzten drei Jahre noch einmal Sponsoren zu gewinnen. Denn aus den Mitgliedsbeiträgen sei das Kerngeschäft, die professionelle Öffentlichkeitsarbeit, nur ungenügend finanzierbar. Vorstandmitglied Gerhard Weber und auch die Volksbank Halle sagten gestern spontan weitere Hilfe zu.

    Das jährliche Parlamentariertreffen soll in 2017 wegen der Wahlen in Land und Bund ausfallen. Adenauer versprach, mit den Mandatsträgern nach den Wahlen zeitnah Kontakt aufzunehmen. Stattfinden soll hingegen die beliebte Trassenfahrt mit den Bauleitern. Die steht am 13. Juli im Kalender. Anmeldungen sind ab sofort in der Vereinsgeschäftsstelle im Haller Rathaus unter Telefon 05201 183-168 möglich.


    Landrat Sven-Georg Adenauer (rechts), Vorsitzender des Aktionsbündnisses A33 sofort, lobte Mittwochabend stellvertretend für alle Ingenieure und Handwerker, die auf den Baustellen arbeiten, Andreas Meyer und Sylke Tech (von links) vom Landesbetrieb Straßen.NRW in Bielefeld. 


    Aktionsbündnis A33 Sofort e. v. 

    Das Aktionsbündnis A33 SOFORT e.V. versteht sich als Interessenvertreter aller Kommunen, Unternehmen und Einwohner in der Region Ostwestfalen-Lippe und den angrenzenden Bereichen, die den sofortigen Lückenschluss der A33 zwischen den Anschlussstellen Halle und Borgholzhausen fordern. Zweck des Vereins ist es, die Entscheider in Berlin und Düsseldorf dazu zu bewegen, auch weiterhin die finanziellen, personellen und sächlichen Ressourcen für den Durchbau der A33 im Kreis Gütersloh zur Verfügung zu stellen. Gegründet wurde das Aktionsbündnis A33 SOFORT e.V. am 9. Januar 2012. Vorsitzender ist Sven-Georg Adenauer, Landrat des Kreises Gütersloh, seine Stellvertreter sind die Bürgermeister Anne-Elisabeth Rodenbrock-Wesselmann, Halle, und Klemens Keller, Bürgermeister a. D. von Borgholzhausen. Weitere Vorstandsmitglieder sind Mode-Unternehmer Gerhard Weber, Wirtschaftsförderer Albrecht Pförtner, Borgholzhausens Kämmerin Elke Hartmann, Bauamtschef Jürgen Keil und Wirtschaftsförderin Helga Westmeyer-Schwarze aus Halle sowie die Bürgermeister von Versmold und Borgholzhausen, Michael Meyer-Hermann und Dirk Speckmann Das Aktionsbündnis zählt 300 Mitglieder und betreibt eine Geschäftsstelle im Rathaus der Stadt Halle (Westf.).