Breitbandausbau kommt voran

    Rund 600 zusätzliche Haushalte, die in der unten abgebildeten Karte (bitte öffnen und vergrößern) markiert sind, können sich zeitnah auf schnelleres Internet mit mindestens 50 MBit/s freuen. In vielen Fällen wird sogar die derzeit bei Vectoring maximal angebotene Bandbreite von 100 Mbit/s erreicht. Dazu werden rund 30 km Glasfaser verlegt und rund 20 Kabelverteiler angeschlossen und teilweise neu errichtet.

    Inzwischen hat die Telekom den Start der Baumaßnahmen für Sommer 2019 angekündigt, durch die es im Laufe der kommenden Monate entlang einiger Straßen zu Einschränkungen kommen wird. Nach Abschluss der Baumaßnahmen benötigt die Telekom noch einige Monate, um technisch die nötigen Schaltungen und Verbindungen zu erstellen, so dass die Anschlüsse letztlich ab Herbst 2020 verfügbar sein sollen.

    Die EU-weite Ausschreibung und die Bewilligung von rund zwei Millionen Euro Förderung zur Deckung der Wirtschaftlichkeitslücke (50% Bund, 40% Land, 10% Stadt) waren sehr aufwendig und zogen sich lange hin. Im Herbst 2018 erfolgte schließlich die Beauftragung an die Telekom durch den Zweckverband INFOKOM, der die Breitband-Aktivitäten von acht Kommunen des Kreises Gütersloh gebündelt hat. 

    Aufgrund des im damaligen 2. Förderaufruf vorgeschriebenen "Scoring-Verfahren" mussten die Fördergebiete so zugeschnitten werden, dass die Einzelfördersumme je Adresse einen bestimmten Schwellenwert nicht überschreitet. Dies führte dazu, dass in den beteiligten Kommunen leider nicht alle Adressen in den Außenbereichen erreicht werden konnten. Bei der eingesetzten Vectoring-Technologie werden die Kabelverteiler mit Glasfaser angebunden. Von dort aus führen weiterhin Kupferkabel zu den einzelnen Haushalten, die physikalisch bedingt mit jedem Meter an Durchleitungskapazität einbüßen. Daher werden auch die Bewohner/innen im Umfeld der markierten Punkte von teils deutlich besseren Übertragungsraten profitieren.

    In den aktuellen Förderprogrammen ist das Scoring-Verfahren nicht mehr vorgeschrieben. Daher hat der Kreis Gütersloh die nach dem Ausbau noch ca. 250 unterversorgten Adressen (<30 Mbit/s) im Außenbereich bereits erfasst, um die Kosten für einen Ausbau zu ermitteln und im nun anstehenden 6. Förderaufruf der Bundesregierung einen Förderantrag für den Breitbandausbau dieser Adressen zu stellen. Auch die Gewerbegebiete nehmen wir dabei noch einmal genauer in den Blick. Die Förderbedingungen haben sich auch dahingehend geändert, dass für diese Adressen dann in einigen Jahren sogar ein direkter Glasfaseranschluss bis zum Haus erfolgen wird.

    Nicht in die Förderung aufgenommen und in der Karte abgebildet sind die Siedlungsbereiche in der Innenstadt, Bahnhof, Barnhausen und Westbarthausen, die bereits im Laufe 2016 eigenwirtschaftlich von der Telekom ohne Zuschüsse ausgebaut wurden. Somit können bereits rund 65% unserer Adressen Bandbreiten von mindestens 30 Mbit/s bis zu 100 Mbit/s nutzen. Da die Telekom ihr Netz auch ihren Wettbewerbern zur Verfügung stellen muss, sind solche Bandbreiten auch über andere Anbieter buchbar. 

    Derzeit erfolgt seitens der Telekom eigenwirtschaftlich der Anschluss von vier bisher aus rechtlichen Gründen verbliebenen Kabelverteilern in der Innenstadt, die in einigen Wochen buchbar sind und von denen noch zusätzlich einige Adressen durch höhere Bandbreiten profitieren werden. 

    Ebenfalls bereits in 2016 hat die Unitymedia ihr Kabelnetz in Innenstadt und Barnhausen rückkanalfähig gemacht, wodurch bei vorhandenem Kabelanschluss seitdem rund 1.800 Haushalte mit bis zu 400 Mbit/s surfen können. 

    Verglichen mit ländlichen Kommunen in der Umgebung haben wir damit bereits heute einen sehr guten Standard, doch selbstverständlich arbeiten wir gemeinsam mit unseren Partnern daran für alle Haushalte "bis zur letzten Milchkanne" eine gute Breitbandversorgung sicherzustellen.

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