Erstmals Piumer Heimatpreis verliehen

    3 aktive Vereine sind die Preisträger

    Seit einigen Jahren finanziert das Land NRW die sogenannten Heimatpreise, mit denen herausragendes Engagement auf kommunaler Ebene in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden soll. Seit 2023 ist auch die Stadt Borgholzhausen dabei und hat vom Land die Zusage für das Preisgeld von 5.000 € bekommen.

    Kurz vor Weihnachten wurden die Preise in geselliger Runde bei regem Austausch im Beisein von Vertretern aus Politik und Verwaltung übergeben.

    Ein Preisgeld von 2.500€ erhielt die Kroe Stiftung. In ihrem Antrag betont sie den großen ehrenamtlichen Einsatz der Aktiven zur Bewahrung von Werk und Anwesen des Kunstmalers Walter Kroemmelbein. Die Stiftung verweist auf ihre regelmäßigen Veranstaltungen und die wachsende Bedeutung fürs Stadtmarketing. In den letzten Jahren konnte dank erheblichen eingeworbenen Fördermitteln viel bewegt werden, das zur Mitfinanzierung stets nötige Barkapital ist dadurch inzwischen jedoch weitgehend aufgezehrt.

    Ein Preisgeld von 1.500€ bekam der Verkehrsverein Borgholzhausen für die Einkleidung des neuen Trachtenpaares. Dessen Geschäftsführerin Susan Ehmke schildert im Antrag, dass die Piumer Trachtenpaar seit 1998 die regionale Tradition der Kulturlandschaft Ravensberger Land bewahrt und somit ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Erbes der Stadt ist. Es repräsentiert gemeinsam mit den Kiepenkerlen symbolisch die Gemeinschaft und ist bei traditionelle Veranstaltungen, Festen und Umzügen präsent. Nach dem plötzlichen Tod von Reinhard Kleimann war der Verkehrsverein lange auf der Suche, und hat letztlich in Nadine Rösner und Torsten Indiesteln entsprechende Nachfolger gefunden.

    Ein Preisgeld von 1.000€ wurde der Webgruppe des Heimatvereins Borgholzhausen zugesprochen. Diese beschäftigt sich unter der Leitung von Kornelia Könning seit über 10 Jahren im Bleichhäuschen ehrenamtlich mit dem Weberhandwerk und besteht aus derzeit fünf Frauen. Sie weben an drei noch funktionstüchtigen mechanischen Webstühlen unterschiedlichen Alters und möchten so das alte regionstypische Handwerk bewahren und historisches Wissen lebendig halten. Diese Webgruppe ist in weitem Umkreis ein Alleinstellungsmerkmal, in der Regel sind die Aktiven zwei Tage pro Woche vor Ort.

    Der Heimatpreis soll im Jahr 2024 erneut vergeben werden, Anträge nimmt die Stadtverwaltung bis Ende September entgegen. Folgende Vergabekriterien sind dabei zu beachten:

    • Das Projekt oder die Initiative trägt in herausragender Weise zum Zusammenhalt und zur Stärkung der Gemeinschaft  in der Stadt Borgholzhausen bei (gesellschaftlicher und sozialer Zusammenhalt).
    • Das Projekt oder die Initiative fördert das Bewahren, Verstehen und Vermitteln von Traditionen und historischem      Wissen.
    • Das Projekt oder die Initiative leistet einen herausragenden Beitrag zur Identifikation der Menschen mit der Stadt Borgholzhausen.
    • Das Projekt oder die Initiative hat eine innovative und zukunftsweisende Ausrichtung.

    Ansprechpartner:

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