Anlässlich des lettischen Holocaustgedenktages am 4. Juli fanden in Riga an den Erinnerungsorten Bikernieki, Jungfernhof und an den Ruinen der Choralsynagoge feierliche Gedenkveranstaltungen statt.
Im Wald von Bikernieki vor den Toren Rigas wurden mehr als 30000 Menschen erschossen. An dem dortigen Mahnmal wurde vor kurzem auch ein Gedenkstein der Stadt Borgholzhausen gesetzt. Vier jüdische Menschen aus Borgholzhausen waren Ende 1941 und Anfang 1942 nach Riga deportiert worden. Selma und Max Bauer wurden in Bikernieki ermordet, Gisela und Selma Weinberg wurden in das Rigaer Ghetto eingesperrt und arbeiteten zwei Jahre in Rüstungsfabriken, bevor sie 1944/45 im Konzentrationslager Stutthof umkamen.

Die Stadt Borgholzhausen war im Januar 2026 dem Riga-Komitee beigetreten, um die Erinnerung an die ehemaligen Bürger Borgholzhausens wachzuhalten, ein Statement gegen Rassismus und Antisemitismus zu setzen und die bestehende Städtepartnerschaft zwischen Borgholzhausen und Naukeni zu vertiefen. Eva-Maria Eggert von der Stolperstein-Initiative nahm für Borgholzhausen an den Gedenkfeiern teil.
Erinnerung an Julius Hesse in Theresienstadt
Eine Gruppe des DSC Arminia Bielefeld reiste im Juni zum zweiten Mal zum ehemaligen Ghetto Theresienstadt in Tschechien, um an den in Borgholzhausen geborenen ehemaligen Vereinspräsidenten Julius Hesse uns seine Frau Jenni zu erinnern. Die Hesse-AG innerhalb des Vereins verbindet seit Jahren die Erinnerung an das Schicksal von Hesse mit ihrem Engagement gegen Ausgrenzung und Antisemitismus.




