Integriertes Klimaschutzkonzept

      Die Stadt Borgholzhausen hat sich im Jahr 2013 umfassend mit dem Klimaschutz befasst und in zahlreichen Veranstaltungen durch Einbindung verschiedener Akteure, aus den Bereichen der 

      • Bürgerinnen und Bürger,
      • Politik, 
      • Verwaltung,
      • Wirtschaftsunternehmen,
      • Handwerksbetriebe,
      • örtliche Architekten und Planer,
      • Landwirtschaft, 
      • Vereine und Institutionen,
      • Banken und Investoren
      • Gebäudenutzer, 

      Klimaschutzziele erarbeitet. 

      Gefördert wurde das Klimaschutzkonzept durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.


      Mit dem Prozess zur Erstellung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes wurde der Stadt Borgholzhausen und ihren Akteuren die Möglichkeit gegeben, die Energie- und Klimaarbeit sowie die zukünftige Klimastrategie aktiv, vorbildlich und nachhaltig zu gestalten. Die in der Stadt Borgholzhausen bereits erfolgreich umgesetzten Energie- und Klimaprojekte sollten gebündelt werden. Zudem sollten in Zusammenarbeit mit Akteuren nachhaltige Projektansätze sowie Multiplikatoren- und Synergieeffekte geschaffen und genutzt werden. Oberstes Ziel des Konzeptes ist die Reduzierung der CO2-Emissionen auf dem Stadtgebiet. Damit unterstützt die Stadt Borgholzhausen nicht nur die Ziele der Bundesregierung, sondern stärkt vorrangig die kommunale Klimaarbeit und die regionale Wertschöpfung. Hierbei ist es von Bedeutung, die Ausgangssituation der Stadt Borgholzhausen zu kennen, um die CO2-Reduktionspotenziale zu bewerten. Zu diesem Zweck wurde für die Stadt Borgholzhausen eine Energie- und CO2-Bilanz erstellt. Diese gibt Auskunft, wie sich derzeit die Höhe und Struktur der Energieverbräuche und CO2-Emissionen auf dem Stadtgebiet darstellen. Energie- und CO2-Bil

      Energie- und CO2-Bilanz 

      Im Jahr 2010 hat die Stadt Borgholzhausen 320.129 MWh Endenergie (Strom und Brennstoffe) verbraucht. Hieraus resultieren 112.376 t CO2-Emissionen, die auf dem Stadtgebiet ausgestoßen worden sind. Dies entspricht 13 t pro Einwohner, was den deutschen Bundesdurchschnitt von 10 t übersteigt. Hauptursachen sind der hohe Stromverbrauch ansässiger Betriebe, der zugrunde liegende Strommix und der vergleichsweise hohe Einsatz des Energieträgers Heizöl. Der regenerativ erzeugte Strom hat verglichen mit dem Stromverbrauch auf dem Stadtgebiet einen Anteil von derzeit knapp 25 % und ist zum Großteil auf die Nutzung von Biomasse zurückzuführen. Der Anteil regenerativ erzeugter Wärme am Brennstoffverbrauch ist mit 7 % gering. 

      Um die Reduzierung der CO2-Emissionen auf dem Stadtgebiet zielorientiert zu erreichen, sind quantitative und qualitative Klimaziele für die zukünftige Klimastrategie der Stadt entwickelt worden: 

      Quantitative Ziele 

      1. Reduktion der CO2-Emissionen auf dem Stadtgebiet um 30 % bis zum Jahr 2030 (Basisjahr 2010) 
      2. 50 % Strom aus erneuerbaren Energien bis 2030 

      Qualitative Ziele 

      1. Steigerung der Energieeffizienz von Wohngebäuden 
      2. Unterstützung von Klimaschutzaktivitäten ansässiger Wirtschaftsbetriebe 
      3. Förderung eines klimafreundlichen Mobilitätsverhaltens 

      Um die quantitativen Zielsetzungen erreichen zu können muss der Dreiklang – „Energieeinsparung, Energieeffizienzsteigerung, Ausbau erneuerbarer Energien“ - gelingen. Dabei ist die Erfüllung der qualitativen Ziele eine wesentliche Voraussetzung. 

      Die Reduktion von 30 % der CO2-Emissionen (rund 33.427 t/a) bis zum Jahr 2030, ausgehend vom Basisjahr 2010, ist für die Stadt Borgholzhausen ein erreichbares Szenario. Dieser Wert ist durch Kennzahlen, Projekterfahrungen, aus der aktuellen Energieverbrauchsstruktur sowie durch spezifische Zahlen der Stadt ermittelt. Das Erreichen dieses Wertes setzt das Engagement der Akteure in Borgholzhausen und die Umsetzung des Maßnahmenkatalogs voraus. 

      Nachfolgend wird das Zielszenario für die Stadt Borgholzhausen mit den gewählten Klimazielen visualisiert.

      Um ein breites Spektrum abzudecken und Projekt- und Maßnahmenideen mit regionalem Bezug zu entwickeln, sind die folgenden Handlungsfelder in Arbeitsgruppen mit aktiver Akteursbeteiligung bearbeitet worden: 

      Handlungsfelder der Stadt Borgholzhausen 

      1. Energieeffizienz in Betrieben 
      2. Erneuerbare Energien/ Verbundlösungen 
      3. Planen, Bauen, Sanieren 
      4. Verkehr und Mobilität 

      Aus einem Pool von erarbeiteten Ideen sind Maßnahmen in den einzelnen Handlungsfeldern und Zielgruppen mit hohem Realisierungsgrad festgelegt worden. Deren Umsetzung trägt, bei Einstellung der angenommenen Randbedingungen, zur Verbesserung der Energie- und CO2-Situation der Stadt Borgholzhausen bei. Dabei hat das Integrierte Klimaschutzkonzept den Anspruch, das gesamte Stadtgebiet abzudecken und die erforderlichen Akteure zu mobilisieren und aktiv einzubinden. Denn nur durch den Anstoß weiterer Maßnahmen und Projekte und durch die Gewinnung von aktiven Akteuren lassen sich die festgelegten Klimaziele der Stadt Borgholzhausen erreichen. 

      Die Koordinierung und Umsetzung der in diesem Konzept vorgeschlagenen Maßnahmen zur Erreichung der Klimaziele, die Aufrechterhaltung des Klimaschutznetzwerkes, das Controlling und Monitoring der Klimaschutzarbeiten, sollten bestenfalls über eine zentrale personelle Stelle verwaltet und durchgeführt werden. Hierfür besteht durch den bereits vorhandenen Klimaschutzmanager eine gute Ausgangsbasis. 

      Das komplette Integrierte Klimaschutzkonzept können Sie hier herunterladen: 


      Allgemeine Informationen

      Titel und Laufzeit des Projektes (gemäß Zuwendungsbescheid):
      Klimaschutzkonzept für die Stadt Borgholzhausen
      Laufzeit: 01.09.2012 bis 31.08.2013
      Förderkennzeichen: 03KS3947 

      Beteiligte Partner: 
      infas enermetric Consulting GmbH, Hüttruper Heide 90, 48268 Greven 
      www.infas-enermetric.de

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